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Mathematische Forschung verstehen

06.05.2026 | 18:00 s.t.

Mit der Veranstaltungsreihe „Mathematische Forschung verstehen“ möchten wir jedem die Möglichkeit geben, einen Zugang zu mathematischer Forschung zu erhalten.

Dazu laden wir Berliner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein, die Einblicke in verschiedene mathematische Forschungsfelder oder Anwendungsgebiete geben, etwa indem sie bestimmte mathematische Probleme auf verständliche Weise erläutern, sie in einen motivierenden Kontext setzen, und durch das Aufzeigen noch ungeklärter Fragen das Publikum zum Mitdenken anregen. Für Studierende können die Vorträge Denkanstöße zu ersten eigenen Schritten in Richtung Forschung und zur Themenfindung für Abschlussarbeiten sein.
Diesmal wird vortragen:

Prof. Sylvie Paycha (Uni Potsdam)

Titel: "Die Unendlichkeit berechnen — von Euler zu Feynman"

 

Mittwoch, 06. Mai 2026

18 Uhr s.t.

FU Berlin,  Institut für Mathematik, Hörsaal 001,  Arnimallee 3

 

Abstrakt: Wie lassen sich unendliche Größen sinnvoll behandeln? Bereits Euler und Riemann beschäftigten sich mit divergenten Objekten wie den Reihen 1 + 2 + 3 + … und 1 + 1/2 + 1/3 + …, wobei letztere in engem Zusammenhang mit dem divergenten Integral über 1/x steht. In welchem Sinne können solchen divergenten Ausdrücken dennoch wohldefinierte Werte zugeordnet werden?
Ausgehend von divergenten Reihen und Integralen in einer Veränderlichen, die durch geeignete Regularisierungsverfahren analysiert werden können, wird anschließend der Übergang zu divergenten Reihen und Integralen in mehreren Veränderlichen untersucht. Dies führt zu Multizetafunktionen in der Zahlentheorie sowie zu Feynman-Integralen in der Quantenfeldtheorie. Im Zentrum stehen dabei Renormierungstechniken, die es ermöglichen, mit einer Anhäufung von Divergenzen konsistent zu arbeiten.
Dies führt zu einer grundlegenden Frage, ob diese Verfahren lediglich technische Werkzeuge zur Kontrolle von Divergenzen darstellen oder ob sie auf ein tieferliegendes strukturelles Prinzip mathematischer und physikalischer Theorien hinweisen.

 

 

Organisiert von Mathematikstudierenden der FU Berlin.
Ansprechpartner:in:
Elisabeth aus dem Siepen (eadsiepen@zedat.fu-berlin.de)
Mina Mansouri (mina.mansouri@fu-berlin.de)
Ehemalige Mitwirkende:
Manuel Staiger (manuel.staiger@fu-berlin.de)

Die Vortragsreihe wird unterstützt von
der Berliner Mathematischen Gesellschaft (BMG)  

Zeit & Ort

06.05.2026 | 18:00 s.t.

FU Berlin, Institut für Mathematik, Arnimallee 3, HS 001