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Lernzentrum - Konzept

Um unsere Studierenden in ihrem ersten Jahr zu unterstützen, wurden vor einigen Jahren an beiden Fachbereichen im Rahmen des Mentoringprogramms Lernräume konzipiert, in denen Studierende möglichst selbständig in kleinen Gruppen ihre Aufgaben lösen und dabei nachhaltige Lernstrategien entwickeln können. Ein ähnliches Konzept wurde durch die Lernoasen der Mathematik für Grundschulpadagogik eingeführt.

Aufbauend auf diesen Erfahrungen wird mit dem Lernzentrum (LZ) in der BoB ein zentraler Ort geschaffen, an dem alle Lernräume/Lernoasen stattfinden. Im Fokus stehen Herangehensweisen, die in Vorlesungen und konventionellen Vorrechentutorien nicht vermittelt werden: Die Studierenden sollen in die Lage versetzt werden, sich die Aufgaben selbst oder in der Gruppe zu erarbeiten, vorhandene Ressourcen zu nutzen und ihre Fragen möglichst exakt zu formulieren. Es geht also darum, die in Lehrveranstaltungen oft verbreitete Konsumhaltung aufzugeben und effiziente Lern- und Arbeitsstrategien zu entwickeln.

Neben der Ausbildung der Selbständigkeit soll ein zentraler Treffpunkt für die Bearbeitung der Studienaufgaben geschaffen werden. Dort können die Studierenden sich ohne Verabredung treffen und mit Kommiliton*innen den Lernstoff erarbeiten und Übungszettel lösen, auch wenn gerade keine LZ-Tutor*innen anwesend sein sollten. Zu festgelegten Zeiten sind LZ-Tutor*innen der verschiedenen Fächer vor Ort, die bei Bedarf unterstützen. Alle LZ-Tutor*innen geben mindestens eine Grundvorlesung (z.B. Lineare Algebra I) an, für die sie Unterstützung leisten können. Dieser „Stundenplan“ wird online veröffentlicht.

Die LZ-Tutor*innen geben keine "Nachhilfe", sondern geben den Studierenden durch das Prinzip der minimalen Hilfe eher eine "Hilfe zur Selbsthilfe". Durch den studierendenzentrierten Ansatz sollen die konstruktivistischen Lernüberzeugungen der Studierenden gestärkt werden: "Ich lerne nur, indem ich mich aktiv mit dem Stoff auseinandersetze." Ein weiterer Teil des Konzeptes ist die Förderung einer fehlertoleranten Lernkultur und die (für den Studienerfolg oft mitentscheidende) Vernetzung bzw. soziale Integration der Studierenden.

Das Lernen im Lernzentrum soll möglichst von Anfang an als selbstverständlicher Bestandteil des Studienalltags etabliert werden.

Lernzentrum-Tutor*innen

  • verstehen sich als Studierende auf Augenhöhe (mit Lernvorsprung),
  • sind geschult und meist erfahrene Tutor*innen,
  • wandern im Lernraum von Gruppe zu Gruppe,
  • geben punktuelle Hilfe und stellen Rückfragen, um die Studierenden auf die richtige Spur zu bringen,
  • geben niemals Lösungen vor und schreiben auch keine an die Tafel,
  • tolerieren kein "Abschreiben",
  • sind im Kontakt mit den Dozent*innen und Tutor*innen der Veranstaltung,