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Gender Studies in der Mathematik

„Die Mathematik ist widerständig gegenüber Fragen nach Geschlecht oder Geschlechterverhältnissen. Mit ihrer modernen Gestalt von Axiom-Satz-Beweis lässt sie nur zu, was in ihrer Sprache geschrieben wird. Ihre Geschichte, die Reflexion über mathematisches Tun, die Analyse ihrer Einbettung in Gesellschaft und Kultur sowie die Ausbildung in ihr als wissenschaftliches Feld sind selten Teil der Disziplin.“ (Koreuber & Mischau, 2019, S. 719).  

Die soziale Kategorie Geschlecht scheint also auf den ersten Blick in und für die Mathematik keine Rolle zu spielen, Geschlecht ist daher weder unmittelbarer noch mittelbarer Forschungsgegenstand der Disziplin selbst (Blunck & Pieper-Seier, 2010).  Was also bedeutet Geschlechterforschung bzw. Gender Studies in der Mathematik?  Welche Forschungslinien lassen sich aufzeigen, welche Diskurse sich für dieses Wissenschaftsfeld beschreiben? Einen einführenden Überblick gibt der folgende Artikel:

Koreuber M., & Mischau A. (2019). Mathematik: Geschlechterforschung in disziplinären Zwischenräumen. In B. Kortendiek, B. Riegraf, & K. Sabisch (Hrsg), Handbuch Interdisziplinäre Geschlechterforschung (S. 719-728). Springer VS.

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Ergänzend sei auch auf den früheren Überblicksartikel von Andrea Blunck und Irene Pieper-Seier verwiesen: 

Blunck, A,. & Pieper-Seier, I. (2010). Genderforschung auf schwierigem Terrain. In R. Becker, & B. Kortendiek (Hrsg.), Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung. Theorie, Methoden, Empirie (3. Aufl., S. 820-828). Springer VS.