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Fachdidaktik Mathematik - Wahlmodul

Heterogenität im Klassenraum und in der Folge die Notwendigkeit der Differenzierung und Individualisierung des Lernens als zentrale unterrichtliche Herausforderung für Lehrer_innen stellt bereits für die Grundschule ein viel diskutiertes Thema dar. Dabei greifen zumeist allgemeine bildungspolitische und entsprechende fachdidaktische Diskurse ineinander und bedingen sich wechselseitig. Dies berücksichtigend sollen als Ausgangspunkt für das Seminar zunächst folgende grundlegenden Fragen beleuchtet werden: Welche Heterogenitätsaspekte werden in aktuellen Diskussionen eigentlich akzentuiert? Welche Rahmenbedingungen und rechtliche Bestimmungen zu Heterogenität sind leitend auch für den Umgang mit Heterogenität in der Schule und im schulischen Fachunterricht? Ausgehend von der vertiefenden Frage, welche Bedeutung Heterogenität für das Lehren und Lernen von Mathematik hat, sollen sodann noch einmal allgemeine fachdidaktische Aspekte und Konzepte zum Umgang mit Heterogenität im Mathematikunterricht betrachtet und sodann exemplarisch die Bedeutung von Genderkompetenz und interkulturelle Kompetenz als berufsfeldbezogene Schlüsselqualifikationen für Mathematiklehrkräfte beleuchtet werden.

Der zweite Teil des Seminars fokussiert sodann darauf, die Umsetzung je ausgewählter Kriterien für gender-/diversitysensiblen Mathematikunterricht und für interkulturelles Lernen im Mathematikunterricht für die Studierenden erfahrbar zu machen. Durch ein aktives „learning by doing" können diese einige Unterrichtsbeispiele „erproben" und reflektieren. Mit Bezug auf den Berliner Rahmenlehrplan adressieren diese Beispiele unterschiedliche inhaltsbezogene und prozessbezogene mathematische Kompetenzen und sind somit auch unmittelbar in die schulische Praxis integrierbar. Anschließend sollen an eigenen Beispielen, die im Rahmen der Lehrveranstaltung von den Studierenden in Paararbeit oder in Kleingruppen selbst entwickelt werden, Ideen zur Gestaltung und Umsetzung von Lernumgebungen bzgl. eines konstruktiven und sachgerechten Umgangs mit Heterogenität im Mathematikunterricht im Kurs „ausprobiert" und reflektiert werden. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der Entwicklung von Lernumgebungen für einen geschlechter/-diversitysensiblen Mathematikunterricht oder für interkulturelles Lernen im Mathematikunterricht.

(19233011)

TypSeminar
Dozent/inDr. Anina Mischau
Maximale Teilnehmerzahl16
RaumKönigin-Luise-Straße 24-26, Raum 006
Zeit

Blockseminar: 06.05., 20.05., 10.06., 24.06., 01.07., jeweils 9-17 Uhr

Zielgruppe

Studierende im Lehramtsmaster mit dem Fach Mathematik