Dr. Mitra Darvish - Patentanwaltskandidatin
Mitra Darvish studierte Bioinformatik und schloss 2023 in diesem Fach ihre Promotion ab. Derzeit ist sie Patentsanwaltskandidatin.
Haben Sie promoviert? Warum? Warum nicht?
Ich wollte bereits promovieren, bevor ich überhaupt entschieden hatte, was ich studieren möchte. Denn mir gefiel die Vorstellung, sich jahrelang in ein Thema einzuarbeiten und zumindest in einem kleinen Gebiet jedes Detail zu kennen und alles dazu zu wissen.
Wenn ja, war es rückblickend für Sie sinnvoll zu promovieren?
Ich habe die Promotion persönlich als sehr bereichernd wahrgenommen. Mir gefiel es, selbstständig Schwerpunkte setzen zu können und viele Forschungsarbeiten zu lesen. Gerne hätte ich auch stärker am wissenschaftlichen Austausch durch Konferenzen teilgenommen, was durch die Corona-Pandemie jedoch leider erschwert war. Aber die Konferenzen, an denen ich teilnehmen konnte, waren lehrreich und motivierend.
Auch für meine Karriere scheint meine Promotion sinnvoll gewesen zu sein. Zumindest hatte ich den Eindruck, dass sie positiv im Bewerbungsverfahren honoriert wurde. Und auch wenn ich nicht mehr in dem Bereich tätig bin, in dem ich promoviert habe, hat mich die Promotion gut aufs Arbeitsleben vorbereitet. Sich gut in ein Thema einarbeiten zu können, Recherche- und Kommunikationsfähigkeiten zu besitzen, sind meines Erachtens Eigenschaften, die durch eine Promotion gefördert werden und die in nahezu jedem Beruf wichtig sind.
Was hätten Sie gerne bereits im Studium gemacht oder gelernt?
Ich hätte gerne mehr Auslandserfahrungen gemacht. Im Nachhinein ist mir aufgefallen, dass es mehr Möglichkeiten dafür gegeben hätte, insbesondere auch für kürzere Aufenthalte wie Summer Schools, wenn ich danach Ausschau gehalten hätte.
Wieso haben Sie sich für Ihre aktuelle berufliche Tätigkeit entschieden?
Ich hatte schon immer ein Interesse an juristischen Themen, daher erschien mir der Beruf der Patentanwältin naheliegend. Auch gefiel und gefällt es mir, dass man als Patentanwältin sich mit neusten Entwicklungen beschäftigt und oft engen Kontakt zu den Erfindern hat.
Welche Empfehlungen haben Sie für Studierende, die zeitnah ihr Studium abschließen?
Ich denke, es ist wichtig, über den Tellerrand hinauszuschauen. Die erlernten Fähigkeiten sind in deutlich mehr Bereichen interessant und relevant, als ich als Studentin gedacht hatte.
