Ausgewählte Kapitel der Mathematikdidaktik II

Anrechnung: Dieses Seminar kann im Rahmen der neuen Masterstudienordnung als "Fachdidaktik Mathematik - Ausgewählte Themen" angerechnet werden.

Zuordnung: Teilmodul der Veranstaltung "Ausgewählte Kapitel der Didaktik der Mathematik"

Inhalt: Mathematik ist ein Schulfach, das Schüler und Schülerinnen stark polarisiert. Für die einen zählt es zu ihren Lieblingsfächer - sie finden Mathematik "toll", "spannend", haben Spaß am "knobeln und ausprobieren". Für die anderen ist Mathematik ein ungeliebtes Fach, dass sie "langweilig", "trocken", "zu abstrakt" finden und dessen Inhalte man ihrer Meinung nach "später nie wieder braucht". Das sowieso schon polarisierende und mit pauschalisierenden Vorurteilen behaftete Bild des Faches Mathematik ist zudem mit spezifischen Geschlechterstereotypen verknüpft, nach dem Motto: "Mathe nix für Mädchen". Dies stellt zukünftige Mathematiklehrkräfte vor Herausforderungen in der schulischen Praxis, die über eine "reine Vermittlung" des Fachwissens hinausgehen.
Ausgehend von einem Vergleich diskutierter Kriterien eines "guten Mathematikunterrichts" und eines "gendersensiblen Mathematikunterrichts" werden zunächst Diskurse und Ansätze der schulbezogenen Geschlechterforschung hinsichtlich einer gendersensiblen Planung, Gestaltung und Umsetzung des Mathematikunterrichts behandelt. Die den weiteren Seminarverlauf zugrunde gelegte Frage lautet sodann: Wie könnte ein solcher "geschlechtersensibler" Mathematikunterricht dazu beitragen, nicht nur das polarisierende und geschlechterstereotype Bild der Mathematik aufzubrechen, sondern den Mathematikunterricht insgesamt inkludierender zu gestalten?
Am Beispiel einer schulischen Unterrichtsstunde oder Lernumgebung, die im Rahmen der Lehrveranstaltung von den Studierenden in Kleingruppen selbst entwickelt und gestaltet werden, sollen verschiedene Ideen für einen geschlechtersensiblen und für vielfältige Lerntypen interessanten Mathematikunterricht umgesetzt und im Seminar "ausprobiert" und reflektiert werden. Im Vordergrund steht dabei auch die Gestaltung von Lehr- und Lernprozessen, die auf einer Verknüpfung von Mathematik und scheinbar "völlig anderen" Welten (z.B. Kunst, Musik, Geschichte) und auf ihre Verortung in unterschiedlichen Lebensbereichen oder anderen Disziplinen beruht.

(19204511)

TypSeminar
Dozent/inDr. Anina Mischau
SemesterWiSe 2015/2016
Veranstaltungsumfang3 SWS
Leistungspunkte5
RaumKönigin-Luise-Straße 24-26 HS 006
Beginn14.10.2015 | 14:00
Ende10.02.2016 | 17:00
Zeit

Mittwoch 14:00 - 17:00 Uhr

Zielgruppe

Studierende im auslaufenden Lehramtsmaster mit dem Fach Mathematik ("großer Master" Haupt- und Nebenfach, "kleiner Master" Hauptfach)

Studierende im neuen Lehramtsmaster mit Mathematik Fach 1 und Fach 2.

Voraussetzungen

Abgeschlossener lehramtsbezogener Bachelorstudiengang mit dem Fach Mathematik. Von Vorteil wäre ein vorheriger Besuch des entsprechenden "Genderkompetenzseminars" (Ausgewählte Kapitel I), dies ist jedoch nicht Bedingung.