Themen
Gender Mainstreaming bedeutet, bei allen gesellschaftlichen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern von vornherein und regelmäßig zu berücksichtigen, da es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt. Im Rahmen einer zukunftsweisenden Gleichstellungspolitik gewinnt hier die Frage der Vereinbarkeit von Studium/Beruf und Familie zunehmend an Bedeutung. Da das Vereinbarkeitsproblem auch Männer betrifft, werden entsprechende Maßnahmen nicht mehr ausschließlich unter dem Begriff Frauenförderung subsummiert.
Frauenförderung im Sinne von Gender Mainstreaming bedeutet weniger individuelle Förderung sondern vor allem strukturelle Maßnahmen, die auf eine quantitativ und qualitativ gleichberechtigte Teilhabe von Frauen auf allen Ebenen und in allen Bereichen von Wissenschaft und Forschung hinzielen.
Links
Gender Mainstreaming Portal der Bundesregierung
Forschungsorientierte Gleichstellungsstandards der DFG
Wissenschaftsrat - Empfehlungen zur Gleichstellungspolitik
Publikationen des Büros der zentralen Frauenbeauftragten
Claudia-von-Braunmühl über Gender Mainstreaming in der Wissenschaft (2001)
Ernst-Ludwig-Winnacker Der beschwerliche Weg zur Gleichstellung (2008)
Doing Gender im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich
Gender Mainstreaming Lehrpfad des FB PhilGeist
Gemäß §30 der Frauenförderrichtlinien der Freien Universität Berlin sind die Fachbereiche verpflichtet, einen Frauenförderplan zu erstellen und diesen zweijährig anzupassen und fortzuschreiben.
Der Frauenförderplan formuliert konkrete, aufeinander abgestimmte Maßnahmen mit denen die gleichstellungspolitischen Zielsetzungen der Freien Universität auf Fachbereichsebene sinnvoll umgesetzt werden können. Da der Frauenförderplan des Fachbereichs Mathematik und Informatik von 1994 den veränderten Rahmenbedingungen nicht mehr entspricht, soll in Zusammenhang mit den Zielvereinbarungen 2010-2011 ein neuer Frauenförderplan erarbeitet werden.
Frauenförderrichtlinien der Freien Universität (FFR)
Leistungsorientierte Mittelvergabe für den Bereich Gleichstellung
Im Rahmen der leistungsorientierten Mittelvergabe für den Bereich Gleichstellung an der Freien Universität Berlin stehen am Fachbereich Frauenfördermittel zur Verfügung für:
- Förderung der Forschung und Lehre von Frauen
- Förderung von Projekten mit genderwissenschaftlichem Ansatz
- Förderung von Projekten, die Frauen zum Studium der Mathematik, Informatik oder Bioinformatik motivieren und im Studium unterstützen
Anträge in Form einer kurzen Skizze können derzeit fortlaufend eingereicht werden.
Darüber hinaus werden Veranstaltungen aus dem Rhoda-Erdmann-Programm und Reisen zur Informatica Feminale unter Berücksichtigung eines zumutbaren Eigenanteils bezuschusst. Hier genügt ein formloser Antrag.
Über die Vergabe der Frauenfördermittel befinden Frauenbeauftragte und Dekanat. Eine nachträgliche Förderung bereits erfolgter Projekte ist nicht möglich.
Im allgemeinen Schriftverkehr und in Rechts- und Verwaltungsvorschriften werden entweder geschlechtsneutrale Bezeichnungen oder die weibliche und die männliche Sprachform verwendet. (FFR§29)
Hier einige Handreichungen für alle, die genderfreundlicher schreiben möchten:
Goethe-Institut Sprache im Wandel
Leitfaden der Senatsverwaltung
