Berliner Zeitung: Berechnete Schönheit

von Gesine Wiemer: Mathematisches Denken fasziniert die Menschheit seit jeher. Schon früh entwickelte sich daraus eine Wissenschaft. Heute ist die Mathematik aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken: ohne sie kein Handy, kein Fernseher, kein Auto, keine Waschmaschine. Sie ist eben nützlich – und ästhetisch. [aus: Berliner Zeitung, Nr. 301, 27./28.12.2014]

News from Jan 12, 2015

Mathematiker sind in der Regel Analytiker, die komplizierte Probleme knacken. Ganz anders als Künstler, denen es nicht um den Alltagsnutzen ihrer Werke geht. Doch immer wieder haben sich Künstler Anregungen in der Mathematik geholt, etwa Leonardo da Vinci, Albrecht Dürer oder M.C. Escher. Ganz neue Möglichkeiten zu Visualisierungen eröffnet heute der Computer. Einer, der die neuen Möglichkeiten intensiv nutzt, ist Konrad Polthier, Mathematik-Professor an der Freien Universität Berlin. „Früher ging es bei der Mathematik immer darum, ganz konkrete Probleme des Alltags zu lösen“, sagt er. „So hat Archimedes die Flugbahnen von Kanonenkugeln berechnet, und der große Mathematiker Carl Friedrich Gauß hat im 19. Jahrhundert das Königreich Hannover vermessen.“ [...]

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